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JAN RENKEN
DIE PAGODE
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Die Pagode

Seit der Einführung des Buddhismus ist die Pagode das zentrale Identifikationselement in einer japanischen Tempelanlage. Die Pagode dient als Reliquienschrein für heilige Kostbarkeiten. Zugleich fungiert sie als Symbol für den Pfad der Wahrheit sowie als Hinweis auf die Richtung des Himmels. Die Holzskelettbauweise der japanischen Pagode mit dem überhängendem Dach eines jeden Stockwerkes ist von erheblichem Einfluss auf eine spezifische Ausformung der gesamten japanischen Architektur.

Ost und West oder warum „Pagoderei“

Es sind einzelne Elemente aus verschiedenen Kulturen die ich vereinen möchte.

Ost: Der Pagodenbau ist für mich die Königsdisziplin der Zimmererkunst. Doch nicht nur ihre kunsthandwerklich scharfsinnige Machart fasziniert, ihre übereinander liegenden, geschwungenen Dächer integrieren sich fast spielerisch in die sie umgebende Landschaft. Dieses spielerische Integrieren halte ich auch in vielen westlichen Landschaften für möglich. Auf Spaziergängen im Niederbayrischen Hügelland entstanden die ersten Visionen einer westlichen Pagode

West: Ich verwende klassiche Holzverbindungen und Tragwerksysteme, wie sie hier seit Jahrhunderten vorzufinden sind (Zapfen, Blätter, Spreng- und Hängewerke). Auch bei der Holzauswahl möchte ich unsere nahegelgenen Wälder nutzen. Heimische Eiche und Lärche sind die von mir bevorzugten Hölzer im Aussenbereich. Die Endung „rei“ spannt den Bogen in die westliche Handwerkskunst (Zimmerei, Schreinerei, Töpferei). Das was die Wortschöpfung andeutet, möcht ich umsetzen.

Japanische Ästhetik durch meinen abendländischen Zimmererkopf gespült und auf einer bayerischen Wiese zum Stehen gebracht.